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Abtshof

93.1

Fotoaufnahme von/vom: 1950
© Helmuth Rüßmann
Veröffentlicht von heli am 11.02.2010


Der Abtshof mit de heutigen Schulstrasse

Details zur Aufnahme

Stadt:
Hennef
PLZ:
53773
Stadtteil:
Geistingen
Strasse:
Schulstr.
Stichwörter:
Abtshof

Geschichten (0)

Kommentare (1)

Erzeugt von:
Claudia (29.11.2010)
Titel:
Das Schloss Allner als Eigentümer des Abtshofes in
Text:
Von all den vielen Höfen im Hennefer Stadtgebiet haben drei eine ganz besondere Verbindung. a) der Allner Hof zwischen Allner und Weldergoven b) das Wiesengut in der Siegaue c) und der Abtshof in Geistingen Diese Höfe wurden alle drei als typenmäßig gleiche Höfe erbaut. Bauherr: Die ehemaligen Eigentümer von Schloss Allner, die C o c k e r i l l s c h e Vermögens- und Gutsverwaltung. Bis 1953 war Schloss Allner im Besitz 1.) der Familie Pagenstecher und 2.) nach Ende des 2. Weltkrieges der Familie Horstmann. Die Familie Horstmann ließ das Schloss bis 1973 als Kindeheim nutzen. Dann erfolgte ein jahrelanger Leerstand. 1984 wurde die Schlossanlage im Rahmen eines Wohnherrenmodells in Eigentumswohnungen umgewandelt. ABTSHOF Pächter des Abtshofes mit seinen umfangreichen landwirtschaftlichen Nutzflächen war in der Vor- und Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges der Landwirt Franz Honecker. Als auf diesem Großgehöft noch aktiv Landwirtschaft betrieben wurde, waren dort viele Menschen beschäftigt. (Verwalter, Schweizer, Knechte und Mägde und Hausangestellte) Nördlich gegenüber des Abtshofes stand das sogenannte "Schweizerhaus". Man nannte das, für die Tiere zuständige, Fachpersonal "Schweizer". Diese sogenannten Schweizer stammten zum Teil tatsächlich aus der Schweiz. Vor dem 2. Weltkrieg wohnte im Schweizerhaus der Tierexperte Meyer. Nach dem Krieg eine kinderreiche Familie Busch. In den 1980er Jahren wurde dieses Schweizerhaus unter Denkmalschutz gestellt. Dieser Denkmalschutzwurde in den 90er Jahren wieder aufgehoben. Es wurde abgerissen und auf der ehemaligen, großen Hofweide nördlich des Abtshofes wurden von einer Siedlungsgesellschaft mehrere Sechs-Familien-Häuser und daneben einige Sozial-Einfamilien-Häuser für kinderreiche Familien errichtet. In den 60er Jahren kaufte der Landschaftsverband Rheinland das Gehöft samt aller dazugehörigen Wiesen und Felder und baute im östlichen Teil des Abtshof-Areals ein Jugenddorf für "schwererziehbare Jugendliche". Dieses umfangreiche Bauvorhaben beinhaltete nicht nur Wohneinheiten für diese Jugendlichen, sondern auch eine Kirche, eine Aula, ein Hallenbad, Werkstätten für die Ausbildung zum Handwerker, eine Großküche und einen Sportplatz. Es wurden viele Erzieher und Angestellte beschäftigt. Leiter des Jugenddorfes war ein gewisser Herr Satrutin. Aus Finanzgründen musste in den 90er Jahren die komplette Anlage aufgegeben werden und war ein Jahrzent lang dem Verfall preisgegeben. Es fand sich um die Jahrtausendwende ein Investor, der eine Großsanierung vornahm und die renovierten Gebäude an Privat verkaufte. Das Hallenbad wurde ganz entfernt. Den Sportplatz, der ebenfalls neu hergerichtet wurde, übernahm mit einem langfristigen Pachtvertrag die Jugendfußballschule Helmuth Rüßmann, Hennef. Das ehemalige Gehöft mit der großen Streuobstwiese ging um die Jahrtausendwende in Privatbesitz über. Fr.-J. W.